Im Schulmuseum: Glasdias für den Unterricht

Ab Montag, 11.Februar ist eine im doppelten Sinne „erleuchtende“ Ausstellung im Schulmuseum zu sehen:

„von der Reichsstelle für den Unterrichtsfilm empfohlen“

Glasdias als Lehrmittel im 20. Jahrhundert.

Dias wurden ab Beginn des 20. Jahrhunderts im Schulunterricht zur Veranschaulichung eingesetzt und waren bis in die 1970er-Jahre das Hauptinstrument, um Unterrichtsinhalte zu visualisieren. In einer Zeit, als Fotografien noch nicht allgegenwärtig waren, schufen diese Medien die Bilder, die ganze Generationen von Lernenden mit bestimmten Themen, wie beispielsweise fernen Ländern, assoziierten.

Die über Jahrzehnte im Hamburger Schulmuseum verwahrten Glasdia-Bestände aus Hamburger Schulen wurden im Jahr 2018 grob gesichtet und inhaltlich erschlossen. Dabei ergab sich ein deutlich höherer als zunächst angenommener Gesamtbestand von über 11.000 Einzelmedien aus der Zeit von etwa 1910 bis 1980. Der Großteil besteht aus Unterrichtsmaterialien der Fächer Erdkunde, Geschichte, Deutsch, Biologie, Sachkunde, Englisch und Kunstgeschichte. Weiter finden sich darunter zahlreiche Aufnahmen von Schulausflügen, Klassenfahrten und schulischen Veranstaltungen sowie Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht. In den Räumen des Museums befinden sich zudem nicht nur die Medien selbst, sondern auch sechs Projektionsgeräte aus den 1920er- bis 1960er-Jahren.

Diese Ausstellung hat das Ziel, ein fast vergessenes Medium wieder sichtbar zu machen und es insbesondere Lehrkräften, Referendaren und Lehramtsstudierenden, aber auch allen weiteren Interessierten vorzustellen. Als Zeitzeugnisse der Hamburger Schulgeschichte bieten die hier gezeigten Objekte eine besondere Perspektive auf die Unterrichtspraxis und -inhalte im Laufe des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung ist geöffnet montags bis freitags von 10 – 16 Uhr (bis einschließlich 22. März Eintritt frei!)

Hamburger Schulmuseum, Seilerstraße 42, 20359 Hamburg